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| Katharsis |
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In ewiger Erinnerung an Zarik Avakian - 01.09.1958 bis
09.06.2005 cd-cover-foto ©
by Renée Kellner Vierzehn, von Edith Lettner programmatisch komponierte Musikstücke bilden die Basis, auf der das Projekt aufgebaut ist. Edith Lettner, die Alt- und Sopransaxophon, persische „Ney“, armenische „Duduk“ , Perkussion und Kalimba spielt, hat ihre Musik mit acht in Wien lebenden MusikerInnen und ihre Texte mit Otto Clemens auf CD aufgenommen. Während der Performance begleitet sie live auf der Bühne die Soundtrack-Version der Musik mit jeweils einem ihrer Instrumente. In ihrer Musik spiegeln sich ihre vielseitigen Erfahrungen durch die Zusammenarbeit mit MusikerInnen unterschiedlicher Kulturen und Musikrichtungen wider. Elemente aus Jazz, Klassik, freier Improvisation, orientalischer und afrikanischer Musik verfließen zu einem unkonventionellen Klangbild, das voll rhythmischer Überraschungen steckt. Der Bogen, den „Katharsis“ schlägt, beginnt mit einem Solo auf der „Ney“. Dann folgt das erste von insgesamt sechs prägnanten Prosastücken mit den Titeln „Aufbruch“, „Prägung“, „Zerstörung“, „Erwachen“, „Genesung“ und „Erfüllung“, die jeweils eine der sechs Phasen von „Katharsis“ einleiten. Sie werden von Otto Clemens rezitiert, der Stimme, die jedes Wort zum Leben erweckt. Edith Lettner hat zu den Musikstücken und Themen von „Katharsis“ achtzehn Aquarelle gemalt. Diese „Zustandsbilder“ werden im Einklang mit der im Saal ertönenden Musik auf die Bühne projiziert. Hier kommt die Besonderheit der Malerei von Edith Lettner voll zum Tragen, nämlich die Kombination von expressiven Farbkompositionen und schwungvollen Bewegungslinien. Das verleiht den Bildern eine aufregende Energie, Spannung und Dynamik. Eingetaucht in Farben, bringen zwei Tänzerinnen die projizierten Bildkompositionen in Bewegung. Die Farben und Formen verlieren dadurch ihre festen Grenzen und bilden Farbflüsse, in denen eingehüllt, Edith Lettner ihre Instrumente spielt.
Mit Mandana Alavi Kia (Iran/Deutschland) ist Edith Lettner durch eine fruchtbare Zusammenarbeit seit Jahren verbunden. Marilia Nelson-Roth (Mozambique) ist eine kongeniale Partnerin für Mandana Alvi Kia in Katharsis, denn in ihrer Bewegungskunst verweben die beiden Tänzerinnen Elemente aus dem persischen und afrikanischen Tanz mit modernem Ausdruckstanz, sowie freie Improvisation mit einem durchdachten Interaktions- und Regiekonzept. Sie verleihen der Beziehung des Publikums zur Musik, zu den Bildern und Worten Körperlichkeit. So wird der Zuseher in den Bann der abwechselnden Gefühlszustände von Katharsis gezogen. (foto © by Renée Kellner) Edith Lettner möchte mit „Katharsis“ Menschen ermutigen, ihre Suche nach innerem Frieden, nach Freiheit und Glück nicht aufzugeben. Diese Suche nach sich selbst kann nur dann erfolgreich sein, wenn Menschen ihre falschen Kämpfe aufgeben, Kämpfe, die für die Erfüllung jener Wünsche geführt werden, die nur scheinbar die eigenen sind, da sie in Gewohnheiten Wurzeln und daher Sicherheit vortäuschen. Diese scheinbare Sicherheit macht die Selbstfindung zu einem schwierigen Unterfangen. Es verlangt den Mut, die falschen Absicherungen und Versprechungen über Bord zu werfen, Krisen und Erschütterungen durchzustehen und das eigene Schiff in das offene Meer des unbekannten, aber selbst gewählten Abenteuers zu steuern. Es sind die Winde der Freiheit, die das Schiff vorantreiben: dorthin, wo „Katharsis“ führt. Zarik Avakian |
| auf der CD mitwirkende MusikerInnen |
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Edith Lettner: Alt- und Sopransax, persische Ney und Duduk, Kalimba, Perkussion |
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Barbara Rektenwald: Klavier |
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Gudula Urban: Cello |
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Karin Bindu: Tablas, Djembe, Basstrommel, Darabuka |
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Mandana Alavi Kia: Gesang |
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Karl Hodas: Kontrabass |
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Levent Tarhan: Congas, Bongos, Perkussion |
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Marwan Abado: Gesang und Oud |
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Otto Clemens: Sprecher |
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Stefan Brodsky: Schlagzeug, Darabuka |